Menü

FAQs zu LED-Pflanzenlampen

Ihre Fragen, unsere Antworten
Fragen und Antworten

Innovation durch LED

LED-Wachstumslampen bieten viele Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Pflanzenlampen. Sie sind langlebig und energiesparend, entwickeln nur wenig Hitze und ihr Lichtspektrum kann optimal an das Bedürfnis der Pflanzen angepasst werden.

Letzteres ist die größte Innovation: LED-Pflanzenlampen leuchten nicht mehr nach dem “Gießkannenprinzip” so hell wie möglich, sondern produzieren gezielt die Spektren, die von der Pflanze verwertet werden können. So können weniger nutzbare Spektren in der Lichtkomposition weniger gewichtet oder gar ganz ausgespart werden. Dies bedeutet, dass insgesamt mehr zugeführte Energie auch wirklich für das Wachstum der Pflanze genutzt wird und nicht ins Leere geht oder in Wärmestrahlung umgesetzt wird.

Welche Lichtfarben für das Wachstum, Blüte und Fruchtbildung einer Pflanze am besten geeignet sind, ist noch immer Gegenstand der Forschung. Dabei zeigt sich immer wieder, wie Vielfältig der Einfluss von Licht und speziell verschiedenen Lichtfarben auf die Pflanzen ist. Generell lässt sich sagen, dass die Photosyntheserate im blauen und roten Spektralbereich am höchsten ist, aber auch im grünen und gelben Bereich nicht zum erliegen kommt. Vielmehr zeigt sich, dass selbst grünes Licht einen positiven Einfluss auf den Pflanzenwuchs ausübt.

Unser Podcast zum Thema Überwinterung und der Sinnhaftigkeit zusätzlicher Beleuchtung

Welche Pflanzenlampe eignet sich zum Überwintern meiner Pflanze?

Die Winterruhe nicht stören

Im Winter leiden viele Pflanzen unter Lichtmangel. Generell fahren viele Pflanzen in dieser Jahreszeit ihren Stoffwechsel herunter und verfallen in eine Ruheperiode ähnlich dem Winterschlaf bei Tieren. Die in Mitteleuropa heimischen Pflanzen halten in der Regel die kalte Jahreszeit hindurch ihre Winterruhe. Doch je nachdem, woher eine Pflanzenart stammt, ist sie an einen anderen Vegetationszyklus angepasst. Nur wenige Pflanzen wachsen natürlicherweise das ganze Jahr hindurch gleichmäßig. Die meisten verfallen irgendwann in eine Ruhephase, die wenn möglich auch beachtet werden sollte.

Bewässerung und Lichteinstrahlung sollten in dieser Zeit drastisch reduziert werden. Hier benötigt man oft gar keine Pflanzenlampe.

Unterstützen, wenn nötig

Nichtsdestotrotz gibt es einige Pflanzen, die auch in ihrer Ruhephase natürlicherweise mehr Licht “gewohnt” sind, als es im mitteleuropäischen Winter zur Verfügung steht. Andere wachsen ganzjährig und benötigen mehr Licht, als auf der Fensterbank ankommt.

Die richtige Lampe

Bei der Wahl der richtigen LED-Pflanzenlampe, sollte zunächst bedacht werden, wie hoch und wie breit im Wuchs die Pflanze ist. Bei hochgewachsenen Pflanzen ist eine bessere Tiefenwirkung vorteilhaft, bei buschigen Pflanzen eine gute Streuung des Lichts. Bei den meisten Produkten ist der Abstrahlwinkel der Lampen und damit die Streuung angegeben. Anhand dieses Winkels und der Photonenflussdichte (PPFD) lässt sich die richtige Lampe ausfindig machen. Je weiter entfernt die Lampe von der Pflanze angebracht ist, desto größer wird der Lichtkegel, aber desto weniger Photonen kommen bei der Pflanze an. Letztere sind unerlässlich für die Photosynthese.

Bei der Pflanze sollten im Schnitt  etwa 550 µmol/(m²s)  an Photonen ankommen.

Kartierung des Photonenfluss

  Kartierung des Photonenfluss der GC-16

Nun lässt sich mithilfe der PPFD und dem Abstrahlwinkel berechnen, ob dies bei der Lampe, die Sie im Auge haben, gegeben ist oder eine andere gewählt werden sollte. Eine Kartierung der Photonenflussdichte in verschiedenen Abständen, wie sie oft von den Herstellern zur Verfügung gestellt wird, gibt auch ohne Berechnung Auskunft über die Angemessenheit der Lampe. Im Zweifel sollte die Lampe so nah an der Pflanze angebracht sein, dass diese vollständig im Licht der Lampe steht und kein Licht ins Leere geht.

illu_e27-led

Überwintern mit zusätzlichem LED-Spot

Greenception GC-Spot E27
Greenception GC-Spot E27

Ein E27er LED-Pflanzenlampenspot eignet sich gut als zusätzliche Lichtquelle

Wie funktioniert eine LED-Pflanzenlampe?

Eine LED-Pflanzenlampe erzeugt Licht in Wellenlängenbereichen, die von Pflanzen zur Photosynthese verwendet werden können. Dabei liegt bei LED der Fokus meist auf dem blauen und roten Wellenlängenbereich. Es ist aber wünschenswert noch weitere Spektralbereiche abgedeckt zu haben, um einen gesunden und gleichmäßigen Wuchs zu gewährleisten.

Der Vorteil von LED ist, dass durch Wahl des Halbleiterkristalls ganz bestimmte Lichtwellen erzeugt werden können und so das gesamte emittierende Licht auch verwertbares Licht ist.

photosyntheserate

Photosyntheserate bei Bestrahlung mit versch. Lichtfarben
überarbeitet von V.G. (20.10.2017), Original: by Lanzi, derivative work: Matt, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0.

Wie viel Watt ist für eine LED-Pflanzenlampe ausreichend?

Die Wattzahl steht bei herkömmlichen Leuchtmitteln in direktem Zusammenhang mit der Helligkeit. Dies ist bei LED nicht so. Die Einheit für Helligkeit ist hier Lumen. LED schaffen generell mit weniger Watt mehr Lumen, als konventionelle Leuchtmittel.

Für eine LED-Pflanzenlampe aber ist die Lumenzahl irrelevant. Die LED-Pflanzenlampe leuchtet nicht einfach so hell wie möglich, damit möglichst viel von den verwertbaren Wellenlängen produziert wird. Denn dank der LED-Technologie ist es möglich, nur genau die Wellenlängen zu produzieren, die auch von Pflanzen verwertet werden können. Diese scheinen dem menschlichen Auge aber nicht so hell, wie das Licht anderer Spektralbereiche. Deshalb ist Helligkeit hier kein aussagekräftiger Wert.

Vielmehr ist die produzierte Photonenzahl wichtig, denn Photonen sind die Lichtteilchen, die von der Pflanze direkt zur Photosynthese genutzt werden können. Generell ist eine höhere Wattzahl hier auch ein Hinweis auf eine höhere Photonenflussdichte. Letztere sollte aber immer einzeln eingesehen werden.

Schließlich wird der Photonenfluss mit der Leistungsaufnahme in Watt ins Verhältnis gesetzt. Wobei Joule (J) einer Wattsekunde entspricht.

µmol/J ist der Wert, der die Energieeffizienz einer LED-Pflanzenlampe ausdrückt. Je höher dieser Wert, desto besser die Energieausbeute der Lampe.

Welche LED-Pflanzenlampen gibt es?

Es gibt LED-Pflanzenlampen in verschiedenen Bauweisen und verschiedenen Spektren.

Die passende Bauform

Je nachdem, wo die Pflanze zum Einsatz kommen soll und wie die Anbaufläche beschaffen ist, empfiehlt es sich eine passende Bauform zu wählen. Für den Anbau in einer quadratischen Growbox Set ist es von Vorteil eine Lampe zu wählen, die auch eine entsprechende Bauform aufweist. Beim Anbau in einem Gewächshaus mit den typischen länglichen Betten, ist eine LED-Leiste von Vorteil, weil so das Licht am besten auf die Anbaufläche verteilt wird.

Unterschiedliche Kühlsysteme

LED-Pflanzenlampen produzieren deutlich weniger Abwärme, als konventionelle Pflanzenlampen. Dennoch ist in vielen Pflanzenlampen eine aktive Kühlung in Form von Ventilatoren verbaut. Diese laufen oft sehr leise, dennoch ist ein gleichmäßiges Summen zu hören. Gerade beim Einsatz in Wohnräumen kann dies stören. Auch benötigt die aktive Lüftung Energie, die dann nicht in die Lichtproduktion fließen kann. Auf dem Markt finden sich auch Lampen, deren Abwärme passiv durch Kühlrippen abgeführt wird.

Variables Spektrum

Viele LED-Pflanzenlampen verfügen über drei Einstellungen, eine für die Wachstumsphase, eine für die Blütephase und eine für das volle Spektrum der Lampe. Dies ist von Vorteil, da sich so Energie sparen lässt im Gegensatz zu Lampen, die immer im Vollspektrum laufen.

Fragen, Anregungen, Kritik? Hier können Sie es loswerden!