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Was macht gute LED-Pflanzenlampen aus?

Wachstumslampen mit LED
3 rot-leuchtende LED-Pflanzenlampen für den Grow mit LED
  • Zusammensetzung des Lichtspektrums
  • Höhe des Photonenfluss'
  • Streuung des Lichts
  • ausreichende Kühlung

LED-Pflanzenlicht verdrängt herkömmliche Pflanzenleuchtmittel

Herkömmliche Pflanzenleuchtmittel, wie Natriumdampflampen (NDL bzw. englisch HID oder HPS), Leuchtsoffröhren, Energiesparlampen und ähnliche stehen nicht nur in der Pflanzenbeleuchtung am Ende ihrer Karriere. Ihre Nachfolgerin ist die Leuchtdiode. Ob Straßenbeleuchtung, Autoscheinwerfer, Fluter, Wohnzimmerbeleuchtung, Leselampe etc., die LED feiert ihren Siegeszug. Und das kommt nicht von ungefähr.

Grow LED: Unsere Empfehlungen 2019

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Unser Podcast in welchem wir verschiedene Modelle von LED-Pflanzenlampen vorstellen

1

6 Kriterien einer guten LED-Pflanzenleuchte

  1. Lichtmenge im PAR-Bereich: Photonenflussdichte (PPFD) in μmol/m2s
  2. den Abstrahlwinkel und somit die Streuung des Lichts
  3. Lichtspektrum, meist als Kurve in einem Graph dargestellt
  4. für welche Anbaufläche empfohlen
  5. Verarbeitung
  6. Kühlung

Kriterium 1: Die Photoneneflussdichte vs. Lumen und Lux

Die Photonenflussdichte (PPFD) in Mikromol pro Quadratmeter pro Sekunde gibt an, wie viele Lichtteilchen in einer Sekunde auf eine Fläche von einem Quadratmeter treffen. Dies ist einer der wichtigsten Werte einer LED-Pflanzenlampe, vergleichbar dem Luxwert herkömmlicher Leuchtmittel. Da sich Lumen und Lux auf die Helligkeit des Lichts beziehen, welche wiederum ein rein auf das menschliche Auge bezogener Wert ist, haben sie für die Leistung von LED-Wachstumslampen keine Aussagekraft. Pflanzen “sehen” Licht nämlich anders, als Menschen. Das Licht von Wachstumslampen ist präziser und auf die Bedürfnisse von Pflanzen bezogen bestimmt durch ihren Photonenausstoß im PAR-Bereich. (PAR steht für photosynthetically active radiation, Englisch für photosynthtetisch aktive Strahlung). Die PPFD-Werte variieren stark, je nachdem, wie hoch eine Lampe über der Anbaufläche befestigt wird. je geringer der Abstand, desto höher der PPFD-Wert. Aber Achtung:

Mehr Photonen sind nicht immer besser für die Pflanze.

Vielmehr gibt es einen Lichtsättigungspunkt. Übersteigt die Lichtmenge also einen bestimmten Betrag, kann die Pflanze die Photonen nicht mehr absorbieren. Es kommt zu Lichtverbrennungen.

Kriterium 2: Streuung der Photonen

Somit ist es leicht nachvollziehbar, warum eine LED-Pflanzenlampe keinen sehr engen Abstrahlwinkel haben sollte. Der Abstrahlwinkel bestimmt den Durchmesser des Lichtkegels, der von der Lampe ausgeht. Ist dieser sehr eng, z.B. <50° würden die Photonen sehr gebündelt unterhalb der Lampe auf die Pflanze treffen und –je nach PPFD-Wert– ein Hotspot entstehen, der die Pflanze schädigen könnte. Ist der Winkel sehr weit gewählt, z.B. >120°, geht viel Licht zu Seite verloren.

Die Form, in welcher die Photonen gestreut werden hängt auch mit der Bauform, vor allem aber mit der Anordnung der LED in der Lampe zu tun. Sind sie kreisförmig angeordnet, wird auch das Licht kreisförmig gestreut u.s.w.

Kriterium 3: Das Lichtrezept der Wachstumslampe

Die Intensität der Wellenlängen innerhalb des PAR-Bereiches lassen sich der Kurve entnehmen

  Das Lichtspektrum einer LED-Pflanzenlampe dargestellt in einem Graph, oben sind die Lichtfarben zu sehen

Pflanzen absorbieren Licht, um damit Photosynthese zu betreiben und so an Masse zuzulegen. Dabei wird nicht jede Wellenlänge Lichts gleich gut verwertet. Das Aktionsspektrum der Photosynthese stellt graphisch dar, welcher Bereich des Lichts von Pflanzen am besten verwertet werden. Zusammengefasst nennt man den Bereich zwischen 400 und 700nm Wellenlänge das Photosynthetisch aktive Spektrum (auch engl. PAR), d.h. dieser Teil des Lichts wird von Pflanzen genutzt. Dieses PAR-Spektrum zeigt Spitzen im blauen und roten Spektralbereich. Das heißt blaues und rotes Licht ist für die Photosynthese und damit das Wachstum der Pflanze unerlässlich. Eine Pflanzenlampe, die auf Blau und Rot fokussieren kann, ist somit wünschenswert und durch LED-Technik überhaupt erst möglich.

LED strahlen manchmal nur eine Wellenlänge Licht aus, machmal aber auch ein Spektrum, d.h. verschiedene ineinander übergehende Wellenlängen Licht. In einer LED-Pflanzenleuchte sind in der Regel mehrere LED verbaut. Dieses Licht ergibt zusammen das gesamte Lichtspektrum der Lampe. Dies nennt man auch Lichtrezept, denn mit LED ist es eben möglich, die passende Rezeptur für die jeweilige Pflanze und das gewünschte Zuchtergebnis zu kreieren. Allerdings bleibt dies meist Profis vorbehalten. Doch auch bei den fertigen plug-and-play (steckerfertig)-Modellen auf dem Markt wurde am Lichtspektrum der Lampe getüftelt, um ein möglichst allgemeingültiges und vor allem -wirksames Spektrum zu entwickeln. So differieren die Spektren ungemein. Wie oben geschildert sind rot und blau als Spektralfarben unerlässlich. Doch auch die Wirksamkeit anderen Wellenlängenbereiche sollte nicht übersehen werden. Für ein formschönes und gehaltvolles Zuchtergebnis, sollte das Spektrum über Rot und Blau hinausgehen. Der Trend geht hier eindeutig zu COB-LED, welche einen warmweißen Farbeindruck im menschlichen Auge evozieren.

Kriterium 4: Die empfohlene Anbaufläche

Es muss darauf geachtet werden, für welche Fläche die jeweilige Lampe empfohlen wird. Ist die eigene Anbaufläche zu groß für den Lichtkegel und die -Menge, werden die Pflanzen wie bei jedem Lichtmangel mit Vergeilung reagieren. Grundsätzlich ist eine etwas kleinere Fläche, als vom Hersteller empfohlen die bessere Wahl. So werden auch die Ränder der Fläche ausreichend beleuchtet und eine Hot-Spot kann durch größeren Abstand zwischen Lampe und Pflanze vermieden werden. Da die meisten Menschen kein Lichtmessgerät (PAR-Meter) zur Hand haben bleibt auch nicht viel anderes übrig, als sich an Herstellerangaben zu orientieren. Wir messen hier bei uns auch PPFD und Spektrum von verschiedenen LED-Pflanzenlampen. Auf der Seite des Testberichts findet ihr jeweils eine Kartierung der Photonenflussdichte, welche Auskunft über Intensität und Streuung des Lichts gibt.

Kriterium 5: Gute Verarbeitung gewährleistet einen sicheren Betrieb

Eine gute Verarbeitung gewährleistet Funktionstüchtigkeit, lange Lebensdauer und den sicheren Betrieb einer LED-Pflanzenlampe. Freilich gibt es vereinzelt Lampen, die in der EU produziert werden. Meist aber findet die Produktion in China statt. Beim Kauf einer Lampe ist zumindest auf die CE-Kennzeichnung und ihre Richtigkeit zu achten. Außerdem gibt es verschiedene Schutzarten, welche Auskunft darüber geben, ob eine Lampe z.B. spritzwassergeschützt ist.

Kriterium 6: Auch LED benötigen Kühlung

Die passive Kühlung von LED-Pflanzenlampen ist zuverlässig und langlebig, aber kostspielig

  Aluminiumkühlrippen eine LED-Pflanzenlampe

Wichtig für den reibungslosen und langfristigen Gebrauch einer Wachstumslampe ist eine ausreichende Kühlung. LED erzeugen zwar wenig Abwärme sind aber nichtsdestotrotz wärmeempfindlich. Die Wärme muss aus den Diode geleitet werden, sonst wird ihre Lebensdauer deutlich eingeschränkt. Dazu wird entweder ein großer Kühlkörper aus Aluminium verwendet oder kleine Kühlkörper in Kombination mit Ventilatoren. Die Kühlung ist in der Lampe direkt verbaut. Verfügt eine Lampe nicht über eine Kühlung, ist vom Kauf der Lampe abzuraten. In unserem Test günstiger LED-Pflanzenlampen gab es tatsächlich solche Fälle.

Kartierung LED-Pflanzenlampe

Die Kartierung einer LED-Pflanzenlampe mit eingetragenen PPFD-Werten

Growking Solaris 200 Test
LED Pflanzenlampe Growking Solaris 200 im Test
  • sehr gute Ausleuchtung eine qm
  • einfache Bedienbarkeit
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Welchen Vorteil bringen LED-Wachstumslampen für die Pflanzenzucht?

Der größte Vorteil: Das  Lichtspektrum kann beliebig zusammengestellt werden

Dank der LED-Technologie können zum ersten Mal gezielt bestimmte Wellenlängen Lichts produziert werden, dies birgt ein riesiges Potenzial für die Pflanzenzucht. Je nachdem, mit welchem Stoff die Diode überzogen wird, leuchtet die Diode in einer anderen Farbe. Je nachdem, wie das Licht farblich zusammengestellt ist, bewirkt das Licht etwas andere in der Pflanze. So können gezielt Zuchtergebnisse durch das Farbspektrum des Lichts beeinflusst werden. Dies ist die Innovation in der Pflanzenzucht.

Energie wird in Licht anstatt Abwärme umgewandelt

Andere Lampen leuchten nach dem “Gießkannenprinzip” so hell wie möglich, um überhaupt etwas von Pflanzen verwertbares Licht zu produzieren. Die meiste Energie geht aber als Abwärme verloren. Bei LED kann nun die zugeführte Energie viel effizienter als zuvor in Lichtenergie umgesetzt werden und zwar gezielt in solches Licht, das Pflanzen auch verwerten können. Somit wird dem Grower eine geläufige Sorge beim Anbau im Indoor-Bereich genommen, die Gefahr der Überhitzung des Growrooms durch die Beleuchtungsanlage ist mit LED gebannt

Aber pinkes Licht allein macht Pflanzen nicht glücklich

Blaues und rotes Licht treibt also die Photosynthese an. Doch soll eine Pflanze nicht nur wachsen, sondern auch formschön gelingen und gerade im Falle von Nahrungspflanzen viele sekundäre Pflanzenstoffe ausbilden, welche der Gesundheit förderlich sind. Dies gelingt mit einem weiten Spektrum am besten. Denn nicht jede Pflanze reagiert auf das gleiche Licht gleich. Gern wird behauptet, blaues Licht helfe dagegen, dass die Pflanzen aufschießen und lang und dürr wachen (Vergeilung). Doch ist auch dies von der Pflanzenart abhängig und kann nicht pauschal behauptet werden. Rotes Licht kann anstatt chemischer Wachstumshemmer eingesetzt werden, um einen kompakten Wuchs zu erreichen. Aber eben nicht bei allen Pflanzenarten.

Ultraviolettstrahlung, Far-Red und deren Wirkung auf Pflanzen

Manche Pflanzen reagieren auf Ultraviolettstrahlung mit vermehrter Ausbildung sekundärer Pflanzenstoffe, wie Phenolen oder Flavonoiden. Far-red, also tiefrotes Licht im Bereich >730nm scheint den Stoffwechsel der Pflanzen zu beschleunigen, was zu einem kürzeren Vegetationszyklus und so einer früheren Ernte führt. Der Mechanismus dahinter ist noch nicht völlig geklärt. Far-red kann außerdem als Einschlaflicht für die Pflanzen dienen. Es wirkt sich direkt auf das Phytochrom aus und zeigt der Pflanze an, ihren Stoffwechsel auf Nacht und Morgens auf Tag umzustellen. Natürlicherweise kommt Far-Red vermehrt im Abend- und im Morgenrot vor. UV und Far-Red befinden sich außerhalb des klassischen PAR-Spektrums, lassen sich aber mit LED erzeugen.

Grünes Licht für die Pflanzenbeleuchtung

Selbst grünes Licht um 550nm, das oft als unverwertbar für Pflanzen bezeichnet wird, scheint Einfluss auf die Morphologie der Pflanze zu haben. Die sogenannte “Grünlücke” wurde von Engelmann beschrieben, der untersuchte, bestrahlt mit welcher Lichtfarbe Algen am meisten Sauerstoff freisetzen. Der grün-gelbe Bereich des Lichts hatte dabei den geringsten Umsatz und wurde folgend als Grünlücke bezeichnet. Mc Cree untersuchte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschiedene Feldfrüchte auf ihr Photosynthetisch Aktives Spektrum. Dabei zeigte sich auch, dass jede Pflanze abhängig von ihren photosensitiven (lichtempfindlichen) Zellen unterschiedlich auf die gleiche Wellenlänge reagierte. Eingedenk aller seiner Experimente zeichnete er das allgemeine Photosynthetisch Aktive Spektrum von 400 bis 700nm aus. Mc Crees Kurve zeigt auch, dass Betacarotin Licht im blau-grünen Bereich absorbiert. Grünes Licht strahlt auch tiefer ins Blätterwerk und gelangt so an Stellen, die von blauem und rotem Licht nicht erreicht werden. Kann also auf die gesamte Pflanze gesehen doch photosynthetisch aktiv sein. Bei den Versuchen Mc Crees und auch anderer Wissenschaftler wurde i.d.R. nur ein Blatt isoliert betrachtet. In einer ganzen Pflanze aber, wird das grüne Licht tiefer in das Blätterwerk hinein reflektiert und kann dort das Chlorophyll anregen.

Lichtspektrum der LED-Pflanzenlampe

  • PAR von 400 bis 700nm Wellenlänge
  • UV und Tiefrot wirken sich positiv aus
  • Auch grünes Licht wird absorbiert
Die Photosynthesreate ist im blauen und roten Spektralbereich besonders hoch, PAR

Photosyntheserate in Abhängigkeit von der Lichtfarbe
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0e/Engelmannscher_Bakterienversuch.svg überarbeitet von V.G. (20.10.2017), Original: by Lanzi, derivative work: Matt, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0.

Greenception GC-9 Test
LED-Pflanzenlampe Greenception GC-9 Test
  • gute Photonenflussdichte
  • drei verschiedene Modi
  • aktive Kühlung
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Weitere Vorteile der LED-Technologie für die Beleuchtung

  • LED sind langlebiger als andere Leuchtmittel
  • LED verbrauchen weniger Energie und sind effizienter
  • LED enthalten keine Schadstoffe

Damit liegen die Vorteile der LED auf der Hand: Durch hohe Effizienz und lange Lebensdauer, lassen sich mit LED Kosten sparen. Der Anschaffungspreis ist zwar oft höher, als bei anderen Leuchtmitteln, doch amortisiert sich der Einkaufspreis durch die Einsparung von Stromkosten.

Natriumdampflampe Lichtspektrum NDL HID

Die NDL strahlt v.a. grün-gelbes Licht aus
LMRoberts at English Wikipedia [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], from Wikimedia Commons

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LED-Wachstumslampe selber bauen?

Es ist durchaus möglich, sich selbst eine LED-Pflanzelampe zu bauen. Dafür braucht es etwas handwerkliches Geschick, passendes Werkzeug und natürlich Materialien. Die drei Hauptkomponenten jeder LED-Pflanzenleuchte sind:

  1. LED-Chips
  2. Treiber
  3. Kühlung

Die passenden LED-Chips für die eigene LED-Pflanzenlampe

Es muss entscheiden werden, welche LED zu Einsatz kommen sollen. SMD (Surface mounted Device) -LED sind herkömmliche LED-Chips. Von ihnen können gut viele einzeln auf einem Träger angebracht werden, sodass das Licht gut gestreut wird. Bei COB (Chip on Board)-LED besitzen eine hohe Leuchtkraft und sind in der Produktion günstiger. So sind meist wenige COBs günstiger im Einkauf, als SMD-Chips, sollen sie die gleiche Photonenzahl erreichen.

LED unterscheiden sich aber noch durch ihr Lichtspektrum und die maximale Bestromung.

Der LED-Treiber muss zu den LED passen

LED-Vorschaltgeräte von Meanwell sind sehr beliebt bei LED-Pflanzenlampenherstellern

  Ein Treiber für LED-Pflanzenlampen

Aufgabe des Vorschaltgerätes, auch Treiber genannt ist es, den Wechselstrom aus der Dose in konstant niedrigen Gleichstrom umzuwandeln und so die LED vorm Durchbrennen zu bewahren. Er ist also unbedingt nötig. Dabei ist die Stromspannung und -stärke des Treibers im Verhältnis zu den LED zu beachten. Die Spannung in Volt bei Output zeigt an, wie viele LED des gewünschten Typs mit dem Treiber bestromt werden können. Die Input Spannung gibt an, wie viel Eingangsspannung der Treiber verträgt und ob er für das hiesige Netz geeignet ist.

Kühlkörper und/oder Ventilatoren großzügig bemessen

Eine verlässliche Kühlung ist Pflicht. Die Größe des Kühlkörpers muss berechnet werden und darf keinesfalls zu gering ausfalle. Also lieber etwas zugeben, als zu sparsam sein.

Generell sollte man sich nach einer verlässlichen Anleitung umschauen.

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LED-Pflanzenlampen auf dem Markt

Inzwischen haben sich LED zur Pflanzenbeleuchtung durchgesetzt und es gibt unzählige Modelle auf dem Markt. Einige geläufige Features der Lampen sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Umschaltbarkeit des Spektrums

Die Modi der LED-Pflanzenlampe orientieren sich an den Vegetationsphasen von Pflanzen

  Umschalttasten für die Modi

Viele Lampen verfügen über mehrere Modi, welche meist mithilfe eines Kipschalter ein- und ausgeschaltet werden können. Diese Modi orientieren sich in aller Regel an den Phasen des Vegetationszyklus der Pflanze. Ein Vegetationszyklus reicht von der Keimung bis zur Ausbildung neuen Saatgutes. Im Laufe dieses Zyklus benötigen die Pflanzen verschieden viel Licht und auch andere Lichtfarben. Ein kleiner Keimling braucht noch kaum Licht zum Wachstum, eine große Pflanze mit viel Blattfläche hingegen schon, denn sie muss ja ihren Körper mit dem Nötigsten versorgen. Während der Anzucht bedarf es also nur wenig eher kalten Lichtes. Dann geht die Pflanze in die Wachstumsphase über. Hier wird mehr und insbesondere blaues Licht benötigt. Wobei hier wieder darauf geachtete werden sollte, nicht rein blaues Licht zu verwenden, denn Wellenlängen sind synergetisch, d.h. sie wirken zusammen besser als einzeln und führen gemeinsam zu einer erhöhten Photosyntheserate (Emersson-Effekt). In der Blüte-und Fruchtbilsungsphase wirkt sich rotes Licht vermehrt positiv auf die Pflanze aus. Der Lichtbedarf der pflanze erhöht sich also während ihres Vegetationszyklus’. So ist es bei LED-Pflanzenlampen mit verschiedenen Modi meist angedacht, mit dem Wachstumsmodus zu beginnen, dann den Vollspektrummodus zuzuschalten und schließlich auch noch den Wachstumsmodus. Etwas Strom lässt sich durch die Differenzierung des Spektrum auch sparen, da nicht gleich mit voller Power losgelegt wird. Die verschiedenen Modi sind ein Extra und zur Pflanzenzucht nicht unbedingt notwendig.

Dimmen

Eine Dimmung von Wachstumslampen lässt eine Regulation der Lichtintensität zu. So kann z.B. die Anzucht unter weniger Licht durchgeführt werden

  LED-Wachstumslampe mit Dimmregler

Eine weitere stromsparende Funktion ist das Dimmen. Falls die Lampe selbst keinen Dimmregler besitzt, kann ein externer Dimmer übernehmen. Dieser regelt den Stromfluss herunter. Die Dimmung beeinflusst auch die Effizienz der LED. Je niedriger diese bestromt werden, desto besser ist ihre Effizienz. Letztere bemisst sich darin, wie viel der zugeführten Energie in Wärme und wie viel in Licht umgewandelt wird. Durch Dimmen lässt sich also Strom sparen, die Lichtintensität dem Wachstumszyklus anpassen und die Effizienz der LED steigern.

Auch eine Dimmung ist nicht zwangsläufig vonnöten. Allerdings ist es gut, die Lichtstärke der Lampe irgendwie reduzieren zu können, ob durch den Wechsel zwischen Modi, einem Dimmregler o.ä., ist egal. Ein Zuviel an Licht kann nämlich die jungen Pflänzchen schädigen. Ist keines diese Features vorhanden, kann die Lampe zunächst mit größerer Distanz zu den Pflanzen aufgehängt werden und im Verlauf des Vegetationszyklus näher gebracht werden.

Daisychaining

Daisychaining meint die Zusammenschaltbarkeit einzelner LED-Pflanzenlampen. So wird jede Lampe zu einem Modul des Beleuchtungssystems. Durch Daisychaining lassen sich die Pflanzenlampen zugleich aus- und umschalten. Kann man die Lichtfarben und/oder -intensität regulieren, kann dies für alle Lampen gleichzeitig gemacht werden. Einen Treiber benötigt trotzdem jede Lampe für sich.

Steuerbarkeit

Die meisten LED-Pflanzenleuchten auf dem Markt sind plug-and-play-Modelle. Das bedeutet, wie werden steckerfertig ausgeliefert. Das Vorschaltgerät (Treiber) ist in der Lampe verbaut. Diese muss nur am Stromnetz angeschlossen und eingeschaltet werden. Ab und an ist nicht mal ein Ein-und Ausschalter vorhanden und die Lampe leuchtet, sobald sie eingesteckt ist.

Andere Lampen besitzen mehrere Tasten, z.B. zur Umschaltbarkeit der Lichtfarben. Auch Drehregler, z.B. zur Dimmung des Lichts gibt es.

Seltener, aber immer öfter zu finden ist die Steuerbarkeit per App. Hier kann dann auch bequem aus der Ferne die Lampe mit ihren je eigenen Features gesteuert werden. Bei daisychainbaren Lampen kann so die gesamte Beleuchtungsanlage angesteuert werden.

Je nach Bedarf variiert, welche die beste LED-Pflanzenlampe darstellt.

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Quellen zum Lichtspektrum von Wachstumslampen

Zum Einfluss der Lichtfarben auf Pflanzen siehe:

PUCKER, Dietmar (2013): Einfluss der verschiedenen Wellenlängen einer LED-Belichtung auf das Pflanzenwachstum.

https://www.hswt.de/forschung/wissenstransfer/2013/april-2013/belichtung.html (zuletzte aufgerufen am 28. Februer 2019)

Zum Einfluss von rotem Licht auf das Wachstum siehe:

RÜTHER, Katharina; Dr. Dirk Ludolph und Prof. Dr. Bernhard Beßle (2017): Hellrote und blaue LED haben bei Chrysanthemen nur geringen Einfluss auf die Hemmung des Streckungswachstums. 

https://www.hortigate.de/bericht?nr=75234 (zuletzte aufgerufen am 28. Februer 2019)

Zur Grünlücke siehe:

TERASHIMA, Ichiro; Takashi Fujita, Takeshi Inoue, Wah Soon Chow, Riichi Oguchi (2009)Green Light Drives Leaf Photosynthesis More Efficiently than Red Light in Strong White Light: Revisiting the Enigmatic Question of Why Leaves are Green. in: Plant and Cell Physiology, Volume 50, Issue 4, Pages 684–697.

https://doi.org/10.1093/pcp/pcp034 (zuletzte aufgerufen am 5. März 2019)

JOHKAN, M.;K. Shoji, F.Goto, S. Hahida, T. Yoshihara (2012)Effect of green light wavelength and intensity on photomorphogenesis and photosynthesis in Lactuca sativa. in:Environmental and Experimental Botany, Volume 75, Pages 128-133.

https://doi.org/10.1016/j.envexpbot.2011.08.010

Zur synergetischen Wirksamkeit der Lichtfarben:

Redefining the McCree Curve at Utah State University

(zuletzte aufgerufen am 5. März 2019)

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Von uns empfohlene gute LED-Pflanzenlampen

ModellGrowking
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Photonenflussdichte im Vollspektrum Eigene Messung
287,7
μmol/m2s
bei 50cm
Eigene Messung
200,1
μmol/m2s
bei 50cm
800
μmol/m2s
bei 45cm
Eigene Messung
bei zwei Lampen 340
μmol/m2s
bei 50cm
k.A.
Preis545 EUR 228 EUR 289 EUR549 EUR 122,68 EUR
Empfohlene Fläche für ein Modul100x100 cm60x60 cm80 x 80 cm60x60 cmk.A.
Abstrahlwinkel120 Grad90 Grad90 Grad105 Grad90 Grad
max. Leistungsaufnahme200 Watt106 Watt100 Watt137 Watt27,5 Watt
Energieeffizienz1,4 µmol/J1,3 µmol/Jk.A.2,8 µmol/J2,5 µmol/J
Modi
      • Vollspektrum
      • Vegetation
      • Blütemodus
      • Vollspektrum
        Modi Details
        Vegetation
        Spektrum380 - 780nm, Spitzen bei 430 und 665nm, 390nm, vermehrt blau
        LEDeigener COB, Nichia
        Leistungsaufnahme Watt
        Dimmbarkeit
        Blütemodus
        Spektrum380 - 780nm, Spitzen bei 435 und 665nm, 740nm, vermehrt rot
        LEDOsram u.a.
        Leistungsaufnahme Watt
        Dimmbarkeit
        Vollspektrum
        Spektrumk.A.400 - 780nm
        LEDCree CXB 3590eigener COB, Nichia, Osram
        Leistungsaufnahme100 Watt Watt
        Dimmbarkeit
        UV und Far-Red
        Kühlsystempassivaktivpassivpassivpassiv
        Schaltbarkeit mit anderen Modulenneink.A.
        Steuerungs-App
        Vergleichbare NDL Wattk.A.k.A.k.A.k.A.
        Maße∅ 362mm x 206mm282 mm x 282 mm x 70mm450mm x 140 mm x 81,5mm235mm x 235mm x 80mm148mm x 56mm x 50mm
        Gewicht5 kg4,7 kg5,7 kg4 kgk.A. kg
        Garantie3 Jahrek.A.5 Jahre3 Jahre3 Jahre
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