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Vergleich von 5 LED-Pflanzenlampen

Lernen Sie verschiedene LED-Pflanzenlampen kennen!
Vergleich von Pflanzenlampen
Hier im Vergleich:

  • unterschiedliche Bauformen
  • verschiedene Funktionsweisen
  • und verschiedene Komponenten

Welche LED-Pflanzenlampe ist für den eigenen Bedarf am geeignetsten? Diese Frage zu beantworten sind wir aufgebrochen.

Wir erläutern, worin sich verschiedene LED-Pflanzenlampen unterscheiden, stellen Ihnen verschiedene Lampentypen vor und zeigen deren Vor-und Nachteile auf. Nach der Lektüre sollen Sie wissen, wie Bauform, Leistung, Spektrum und Steuerung einer Lampe zu bewerten sind und was am besten zu Ihnen und Ihren räumlichen und finanziellen Gegebenheiten passt.

Die Tabelle stellt in Kurzform dar, welche LED-Pflanzenlampen für welche Zwecke geeignet sind. Wollen sie einen Vergleich mit technischeren Daten, können sie den Links auf unsere anderen Unterseiten folgen. In der Tabelle finden sich auch konkrete Produktbeispiele. Diese sind hochwertig und die Daten sorgfältig recherchiert.

Viel Vergnügen!

Verschiedene LED-Pflanzenlampen im Vergleich
Oktober 2018

LED-Spot Kleine, eckige Lampe mit vielen LED Quadratische Lampe mit vielen LED Lampe mit wenigen COBs Modulare Hightech
Ausgeleuchtete Fläche
eingeschränkte Fläche
Spots leuchten nur eine eingeschränkte Fläche aus.

kleine Beete
Kleine Leisten eignen sich für kleine Beete.

quadratische Fläche
Leuchtet eine quadratische Fläche gut aus.

kleine Fläche intensiv
Sie haben eine geringere Streuung, leuchtet daher eine verhältnismäßig kleine Fläche intensiv aus.

größere Fläche
Je nach Anzahl der Module wird eine größere Fläche ausgeleuchtet.
Tiefenwirkung
Spots haben in der Regel für ihre Größe eine gute Tiefenwirkung.
Tendenziell streuen viele LED-Chips besser, als sie Tiefenwirkung erzielen.
Tendenziell streuen viele LED-Chips besser, als sie eine Tiefenwirkung erzielen.
Eine große Tiefenwirkung ist optimal für hohe Pflanzen.
Professionelle Lampen sind tendenziell eher auf Streuung ausgelegt, um eine große Anbaufläche zu versorgen.
Hausgebrauch
Für Anfänger geeignet
Plug-and-play
Plug-and-play bedeutet, dass lediglich der Stecker in die Steckdose gesteckt und die Lampe eingeschaltet werden muss.

Plug-and-play
Plug-and-play bedeutet, dass lediglich der Stecker in die Steckdose gesteckt und die Lampe eingeschaltet werden muss.

verschiedenen Modi
Hier kann per Knopfdruck zwischen verschiedenen Modi gewechselt werden.

Dimmer
Hier kann stufenlos gedimmt werden.

App-gesteuert
Hier kann per App das Lichtrezept reguliert werden.
Geräuschlos
aktiver Lüfter
Aktive Kühlung durch einen in der Lampe verbauten Ventilator erzeugt stets Geräusche. Doch ein hochwertiger Ventilator läuft i.d.R. recht leise.

passive Kühlung
Bei der passiven Kühlung wird die Wärme durch Aluminiumkühlrippen abgeführt.

aktiver Lüfter
Aktive Kühlung durch einen in der Lampe verbauten Ventilator erzeugt stets Geräusche. Doch ein hochwertiger Ventilator läuft i.d.R. recht leise.

passive Kühlung
Bei der passiven Kühlung wird die Wärme durch Aluminiumkühlrippen abgeführt.

passive Kühlung
Bei der passiven Kühlung wird die Wärme durch Aluminiumkühlrippen abgeführt.
Growbox
Eine Growbox kann mit mehreren Spots gut ausgeleuchtet werden.
Eine Growbox kann mit mehreren kleinen Lampen gut ausgeleuchtet werden.
Die quadratische Form eignet sich optimal für die Ausleuchtung einer Growbox, da diese in ihrer Grundfläche meist auch quadratisch ist.
Das gebündelte Licht kann gut hohe Pflanzen versorgen.
Eignet sich mit weiteren Modulen gut für eine Growbox.
Zusatzbeleuchtung
Ein Spot eignet sich gut als zusätzliche Lichtquelle zur Überwinterung oder als Ergänzung einer bereits vorhandenen Beleuchtung.
Solch eine Lampe eignet sich gut als zusätzliche Lichtquelle zur Überwinterung oder als Ergänzung einer bereits vorhandenen Beleuchtung.
Als zusätzliche Beleuchtung möglich, aber dafür etwas überdimensioniert.
Als zusätzliche Beleuchtung möglich, aber dafür etwas überdimensioniert.
Als zusätzliche Beleuchtung möglich, aber dafür etwas überdimensioniert.
Einfache Bedienung
Plug-and-play

Plug-and-play

Plug-and-play
Die Lichtmodi können per Knopfdruck geändert werden.

Plug-and-play
Per Knopfdruck kann das Licht gedimmt werden.

digital regulierbar
Um die Lampe voll zu nutzen, sollte hier das WiFi-Signal funktionieren, die App installiert sein u.ä. Das ist freilich fehleranfälliger, als schlichtes Einschalten.
Kommerzieller Anbau
Für alle Vegetationsstadien geeignet
Vollspektrum

Vollspektrum

Vollspektrum

Vollspektrum

Vollspektrum
Ans Wachstumsstadium angepasste Modi
Spots haben meist nur ein voreingestelltes Spektrum.
Kleine Lampen haben oft nur ein voreingestelltes Spektrum.
Meist kann einfach per Umschalttaste zwischen den Modi gewechselt werden.
Durch die Dimmfunktion können Abenddämmerung und Morgengrauen nachvollzogen werden. Jedoch bleibt das Spektrum dabei gleich.
Bei Hightech-Lampen lassen sich verschiedene Lichtrezept selber mischen.
Frei einstellbares Lichtrezept
Individuell einstellbare Lichtrezepte zu ermöglichen sind in der Produktion zu teuer, als dass sie sich in Pflanzenlampenspots lohnen würden.
Kleine Lampen sind i.d.R. eher für Hobbygrower gedacht, individuelle Einstellbarkeit würde den Preis der Lampe unverhältnismäßig hoch treiben.
Ein individuell einstellbares Lichtrezept würde den Preis der Lampe wesentlich erhöhen und ist nur für Profis sinnvoll, die das Lichtbedürfnis der Pflanzen genau kennen.
Ein individuell einstellbares Lichtrezept würde den Preis der Lampe wesentlich erhöhen und ist nur für Profis sinnvoll, die das Lichtbedürfnis der Pflanzen genau kennen.
Das Spektrum kann hier an Pflanzenart, Vegetationsphase und das gewünschte Zuchtergebnis angepasst werden.
Modularer Einsatz
Spots lassen sich meist nicht zusammenschalten. Außer es wird selbst Hand angelegt.
Kleine LED-Pflanzenlampen sind oft als Modulteile konzipiert, sodass sie sich beliebig erweitern lassen. So kann auch der Vorteil der guten Lichtverteilung und Streuung optimal genutzt werden.)
Die meisten großen LED-Pflanzenlampen sind zusammenschaltbar.
Die meisten großen LED-Pflanzenlampen sind zusammenschaltbar.
Hochprofessionelle Lampen sind meist als Module konzipiert, sodass sie der jeweiligen Fläche angepasst werden können, sie sind zusammen - und einzeln schaltbar.
Empfehlung
Greenception GC-Spot E27
Greenception GC-Spot E27

Ein kraftvoller Spot

SANlight M 30
SANlight M 30

Bewährtes kleines Licht

Greenception GC-16
Greenception GC-16

Optimal für Growboxen

pro-emit sunflowPRO
pro-emit sunflowPRO

Hochwertige Komponenten

Greenception GC-Wifi
Greenception GC-Wifi

Hochprofessionelle Leuchte

Photonenflussdichte
max. Leistungsaufnahme
max. 1320 μmol/m2*s
33 Watt
1500 μmol/m2*s
27,5 Watt
2100 μmol/m2*s
700 Watt
1826 μmol/m2*s
167 Watt
1200 μmol/m2*s
132 Watt
Weitere Lampen Mehr E27er-Lampen Mehr Hobby-Lampen Mehr Profi-Lampen Mehr Profi-Lampen Mehr Light-Bars

Unser Podcast über verschiedene, auf dem Markt befindliche LED-Pflanzenlampen und deren Eigenheiten

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Verschiedene Spektren im Vergleich

Licht des vollen Spektrums enthält per definitionem alle Lichtfarben und somit Wellenlängenbereiche des Lichts. Licht ist hier der sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung von 380 bis 700nm Wellenlänge. Wird das volle Spektrum des Sonnenlichts durch ein Prisma aufgespalten, werden die einzelnen Farben sichtbar. Dies geschieht auch, wenn sich das Sonnenlicht im Regen bricht und ein Regenbogen entsteht. Diese Lichtfarben sind jetzt monochromatisch, d.h. einfarbig.

Vollspektrumlicht setzt sich aus allen Lichtfarben zusammen.

LED erweitern die Möglichkeiten

Bisher war es nicht möglich auch nur annähernd monochromatisches Licht künstlich herzustellen. Das änderte sich mit dem Aufkommen der LED-Technologie. Abhängig vom Halbleitermaterial emittieren die Leuchtdioden jeweils eine andere Lichtfarbe. So kann eine LED z.B. präzise hellrotes Licht emittieren. Meist finden sich in einer LED-Pflanzenlampe verschieden-farbige LED, sodass sich ein Lichtmix bildet. Dieser Mix kann präzise bestimmt werden und orientiert sich in der Regel an der Photosynthetisch aktiven Strahlung (PAR) von 400 bis 700nm Wellenlänge. Meist wird hier von Lichtrezept gesprochen.

Verschiedene Lichtspektren

Photonen des Lichts im blauen Spektralbereich tragen mehr Energie mit sich, als solche im roten. Je höher die Frequenz und die Energie, desto kleiner die Wellenlänge. Die Energiedichte des Lichts nimmt vom blauen über den grünen, gelben bis zum roten Spektralbereich immer weiter ab. Aber es ist nicht so, als seien energiereiche Wellenlängen wirksamer, als andere.

Das Spektrum der Lampe sollte mindestens blaues und rotes Licht beinhalten, zu empfehlen ist jedoch ein volles Spektrum, d.h. ein Spektrum, dass den gesamten PAR-Bereich umschließt. PAR bedeutet Photosynthetisch aktives Spektrum (Photosynthetically Active Radiation), also der Anteil des Lichts, der zur Photosynthese und damit zu Wuchs und Entwicklung von Pflanzen beiträgt. Ein Lichtspektrum von etwa 300 bis 780nm Wellenlänge mit Spitzen im blauen und roten Bereich ist sehr gut. Optimal ist jedoch ein auf die Pflanzenart und das angestrebte Zuchtergebnis angepasstes Spektrum, denn nicht jede Pflanze reagiert auf das gleiche Licht gleich.

Vorlieben ändern sich im Laufe der Zeit

Es ist schon lange bekannt, dass sich im Laufe des Vegetationszyklus die Vorlieben der Pflanzen ändern. Generell wird im Wachstumsstadium eher blaues Licht bevorzugt und während Blüte und Fruchtbildung rötlicheres. Mit LED kann diesen Vorlieben mit nur einer Lampe Rechnung getragen werden. Dazu finden sich an den Lampen Umschaltknöpfe, mit welchen man zwischen verschiedenen Modi wechseln kann. 

LED ermöglichen zum ersten Mal die Herstellung fast monochromatischen Lichtes und ermöglichen somit einen ganz auf die Pflanzenbedürfnisse abgestimmten Lichtmix.

Die Forschung vergleicht die Wirksamkeit verschiedener Lichtfarben

LED ermöglichen so auch erstmals eine gezielte Erforschung der Wirkung von einzelnen Lichtspektren auf Pflanzen. Die Forschungsergebnisse sind leider nicht einfach von einer auf andere Pflanzen übertragbar. Sie zeigen, dass ein und dasselbe Lichtspektrum auf verschiedene Pflanzen ganz unterschiedlich wirkt. So kann blaues Licht das Wachstum hemmen oder beschleunigen, je nach Pflanzenart.

Außerdem wirkt nicht nur Licht im Bereich des PAR-Spektrums, so können UV- und Far Red-Licht einen sehr positiven Effekt auf Inhaltsstoffe, Geschmack und Wuchs einer Pflanze haben. So könnten Pflanzen zukünftig auf bestimmte gesundheitsfördernde oder medizinisch wirksame Inhaltsstoffe hin gezüchtet werden. Auch scheinbar wenig an der Photosynthese beteiligte Spektren, wie das grüne oder gelbe, hatten in Versuchen Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflanzen. Je nach gewünschtem Zuchtergebnis, muss also das Licht angepasst werden.

Pflanzen reagieren je nach Art und Vegetationsphase ganz unterschiedlich auf das gleiche Licht.

12-Band LED verglichen mit anderen LED-Pflanzenlampen

Bei einer 12-Band-LED sagt schon die Bezeichnung, dass die Lampe zwölf verschiedene Lichtfarben emittiert. Wie bei einer Vollspektrumslampe auch, sagt der Name allein nichts über das Vorhandensein von UV und Far-Red-Licht. Bei einer 12-Band-Lampe kann es sein, dass UV und Far Rad zwei der zwölf Bänder ausmachen und so noch zehn Bänder übrig bleiben, die sich über das PAR-Spektrum verteilen. Bei beiden Lampentypen ist also separat aufzulisten, ob UV- und Far Red-LED verbaut sind. Eine Vollspektrumspflanzenlampe beinhaltet ein volles Spektrum, d.h. das volle PAR-Spektrum.

Wir empfehlen eine Vollspektrumslampe, um es jeder Pflanze zu ermöglichen ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Fehlen bestimmte Wellenlängen, könnten manche Inhaltsstoffe oder der Wuchs unterentwickelt bleiben.

Wellenlänge

Licht bewegt sich wellenförmig fort. Die Wellenlänge ist der Abstand von einem Wellengipfel zum nächsten.

LED

LED ist die Abkürzung für Leuchtdiode. Leuchtdioden sind Bauteile, deren Funktion auf der Halbleitertechnologie basiert.

Durchfließt sie Strom in Durchlassrichtung, emittieren sie Licht. In entgegengestezter Richtung wirken sie wie Isolatoren, d.h. sie lassen keinen Strom durch. Damit besitzen sie die Eigenschaften einer Diode.

monochromatisch

Monochromatisch leitet sich vom griechischen mono – ein und chromos – farbig ab und bedeutet also einfarbig. Mit monochromatischem Licht wird Licht bezeichnet, das eine genau definierte Frequenz hat. Es erzeugt einen Farbeindurck im menschlichen Auge, die Spektralfarbe.

Frequenz

Eine Frequenz trifft Aussage darüber wie oft pro Zeiteinheit etwas bestimmtes passiert. Bezüglich Licht bezeichnet Frequenz die Zahl der Wellen in einer Zeiteinheit. Licht mit kürzeren Wellenlängen ist also hochfrequenter als solches mit langen Wellenlängen.

Die Frequenz der Welle ist ausschlaggebend für den Farbeindruck, welchen das monochromatische Licht im Auge hinterlässt.

UV

UV ist das Akronym für ultraviolett. Gemeint ist hier Ultraviolettstrahlung. Diese schließt sich im höher-frequenten Bereich an das blaue Lichtspektrum an und ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Es wird unterteilt in UV-A, den nahen UV-Bereich, UV-B, den mittleren und UV-C, den fernen UV-Bereich. Als Teil der Sonnenstrahlung schafft es UV-C nicht durch die Erdatmosphäre, ist also für biologische Vorgänge irrelevant. UV-A und -B hingegen treffen auf die Erdoberfläche.

Zuviel UV-Strahlung kann Pflanzen schädigen, doch hat sich gezeigt, dass geringe Mengen das pflanzliche Immunsystem stärken und die pflanzen somit widerstandsfähiger werden.

 

Far-Red

Far-Red bezeichnet Tiefrot. Als tiefrotes Licht wird meist solches im Bereich zwischen 710 und 850nm verstanden. Es ist für das menschliche Auge kaum sichtbar, wenn dann als rotes Glimmen. Es ist noch nicht klar warum, doch bezüglich Pflanzen scheint es zu einem schnelleren Wuchs zu führen.

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Leistungsbestimmung der LED-Pflanzenlampe

Die Photonenflussdichte im Pflanzenlampenvergleich

Freilich kann man LED-Pflanzenlampen auch nach Leistung einteilen. Dabei spielt der Wattwert aber nur peripher eine Rolle. Viel wichtiger ist die Photonenflussdichte (PPFD, Photon Flux Density). Sie gibt an, wie viele Photonen pro Quadratmeter und Sekunde aus einem bestimmten Abstand auf die bepflanzte Fläche treffen.

Photonen sind Lichtteilchen und Energieträger des Lichts und als solche direkt an der Photosynthese beteiligt. Die Wirksamkeit der Lampe ist also unmittelbar vom Photonenfluss abhängig.

Eine LED-Pflanzenlampe sollte im Durchschnitt bei 30cm Abstand mindestens eine Photonenflussdichte von 500 μmol/m2*s erreichen.


Hier sind Herstellerangaben, am besten eine Kartierung der Photonenflussdichte einzusehen.

Lichtverbrennungen vermeiden

Auch die Streuung des Lichts ist zu beachten, denn durch sehr konzentriertes Licht könnte die Pflanze Lichtverbrennungen erleiden. Denn jede Pflanze hat einen Lichtsättigungspunkt, ab welchem eine Erhöhung des Photonenfluss nicht in einer höheren Photosyntheserate resultiert.

Ein Streuungswinkel zwischen 70° und 120° ist optimal.

Dieser Lichtsättigungspunkt kann etwas nach oben verschoben werden, indem zusätzlich Nährstoffe und CO2 verabreicht werden. Ansonsten ist es ratsam eine max. Photonenflussdichte von 1800 μmol/m2*s nicht zu überschreiten. 

Es lohnt sich die Effizienz zu vergleichen

Ein weiterer wichtiger Wert ist die Effizienz. Sie setzt die Leistung und Energieverbrauch ins Verhältnis und wird in Photonenfluss pro Watt bzw. Joule angegeben (µmol/J).

Je höher dieser Wert ist, desto effizienter verwandelt die Lampe Stromenergie in Lichtenergie.

LED haben hier eine wesentlich bessere Ausbeute, als herkömmliche Pflanzenlampen, da sie weniger Energie in Abwärme stecken und dafür mehr in die Produktion von Licht. Noch dazu ist das Lichtspektrum präzise bestimmt, sodass keine Energie in die Produktion von schlecht- oder unverwertbarem Licht gesteckt wird.

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Steuerung und Modi von LED-Pflanzenlampen

Einfache Handhabung der LED im Vergleich mit herkömmlichen Pflanzenlampen

Ein großes Plus bei LED-Pflanzenlampen ist die einfache Handhabung. In der Regel müssen sie nur aufgehängt, eingesteckt und angeschaltet werden. Eine Aufhängung befindet sich oft im Lieferumfang, zur Montage an der Decke muss freilich noch Werkzeug her, z.B. eine Bohrmaschine.

Per Knopfdruck zwischen Spektren wechseln

Wie bereits erwähnt, verfügen viele LED-Pflanzenlampen über eine Umschalttaste, mit deren Hilfe zwischen einzelnen Modi gewechselt werden kann.

Es gibt in der Regel einen Modus für das Wachstumsstadium, einen für das Blüt-und Fruchtbildungsstadium und einen Vollspektrumsmodus. Das Spektrum des Wuchsmodus ist meist bläulich, das Spektrum des Blüte- und Fruchtbildungsmodus eher rötlich und der Vollspektrumsmodus ausgewogen.

Durch die Umschaltbarkeit zwischen den Modi wird zusätzlich Strom eingespart, denn so müssen nicht immer alle verbauten Leuchtdioden angesteuert werden. Früher wurden für die verschiedenen Vegetationsphasen oft verschiedene Lampen gekauft, um die Lichtfarbe den Bedürfnissen der Pflanze anzupassen.

Modulare Lampen für den kommerziellen Anbau

Für den kommerziellen Anbau werden meist mehrere Lampen benötigt. Hier ist es von Vorteil, wenn diese zusammen geschaltet werden können, also nicht alle einzeln an- oder ausgeschaltet werden müssen. Nichtsdestotrotz ist es gut, sie auch einzeln ansteuern zu können, falls sich die Bedürfnisse der jeweils darunter befindlichen Pflanzen unterscheiden. Dies klingt schwierig, ist aber durch eine Steuerung per App dank W-Lan, Bluetooth oder ähnlichem möglich. So können Lampen nicht nur im Verbund oder einzeln ein-und ausgeschaltet werden, sondern auch das aus der jeweiligen Lampe emittierende Licht reguliert werden.

Ein individuelles Lichtrezept

Es gibt nämlich inzwischen Lampen auf dem Markt, deren Licht gänzlich frei reguliert werden kann. So wird ein individuelles Lichtrezept erstellt, das durch neuerliches Ausprobieren und Beobachten immer wieder angepasst und feinjustiert werden kann. Eine solche Lampe ist freilich recht teuer und lohnt sich v.a. für den kommerziellen Gartenbau.

gc-16 kartierung PPFD

Kartierung des Photonenfluss der GC-16
Greenception

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Bauform und -inhalt

Bauformen

LED-Pflanzenlampen lassen sich nach Bauform gruppieren. Die SMD-Montage (Surface-mount Device) ermöglicht ein sehr flaches, platzsparendes Design von LED-Lampen. Dies erlaubt verschiedene Bauformen.

Es gibt LED-Pflanzenlampen in quadratischer Form, welche insbesondere für den Einsatz in Growboxen geeignet sind. Es gibt Lichtleisten, welche klassische Beete gut ausleuchten. Es gibt LED-Spots mit E27er oder GU10-Fassung zur Ausleuchtung dunklerer Ecken oder kleinere Pflanzen. Sie eigenen sich aber auch zur Ausleuchtung größerer Flächen. Gerade bei höheren Pflanzen lassen viele kleinere Lampen eine gute Verteilung des Lichts zu.

Lebensverlängernde Kühlung

Dabei ist zu bedenken, dass LED zwar wenig Abwärme erzeugen, dennoch sollte dieses Bisschen abgeführt werden.

Leuchtdioden sind recht hitzeempfindlich und Stauwärme würde die Lebensdauer der LED deutlich verkürzen. Hier gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten, dieses Problem zu lösen: die passive und die aktive Kühlung.

Passive Kühlung

Bei passiv gekühlten LED-Pflanzenlampen wird die Hitze durch Kühlrippen abgeführt. Diese bestehen aus Aluminium, welches als ein recht teueres Material den Anschaffungspreis der Lampe erhöht. Sie hat den Vorteil, dass sie nicht einfach ausfallen und somit die Funktionsfähigkeit der gesamten Lampe gefährden kann.

Kühlrippen finden sich fast nur bei LED-Pflanzenlampenspots und bei Light-Bars, also Lichtleisten. Es scheint, dass eine passive Kühlung bei quadratischen und rechteckigen Lampen schwierig umzusetzen ist.

Aktive Kühlung

In LED-Pflanzenlampen mit aktiver Kühlung ist ein Ventilator verbaut, welcher angetrieben durch Strom die LED kühlt. Lampen mit aktiver Kühlung sind günstiger als solche mit passiver Kühlung, verbrauchen aber etwas mehr Strom durch die für die Kühlung notwendige Energie. Bei Lampen mit aktiver Kühlung sollte ein Sensor vorhanden sein, der bei Ausfall der Ventilation die gesamte Lampe ausschaltet, damit die LED nicht durch Wärmeschäden kaputt gehen.

LED-Pflanzenlampen mit aktiver Kühlung gibt es in verschiedenen Bauformen. Oft sind sie quadratisch und eignen sich deshalb sehr gut für den Einsatz in Growboxen.  Auch LED-Pflanzenlampenspots und UFOs gibt es mit aktiver Kühlung. Light-Bars mit Ventilation hingegen finden sich quasi nicht auf dem Markt.

Die Unterschiede zwischen den LED-Typen

SMD-Bauweise

LED gibt es inzwischen in verschiedenen Ausführungen. Die klassische Leuchtdiode ist in ihrer Bauform längst abgelöst worden von LED-Chips. Sie sind klein und lassen sich direkt auf die Leiterplatte löten (SMD -Surface mounted Device). So kann diese beidseitig bestückt werden. Außerdem können die Dioden dicht platziert werden, wodurch ein höhere Leuchtkraft entsteht.

COB-Technologie

Der neueste Trend unter LED-Pflanzenlampenherstellern ist die COB-Technologie (Chip on Board). Dabei werden viele nackte Halbleiter eng auf der Leiterplatte montiert und mit einem lumineszierenden Kunstharz abgedichtet. Die LED braucht hier kein Gehäuse, deshalb ist die Wärmeleitung auf die Leiterplatte besser und die Halbleiter können noch enger gesetzt werden. Durch das Wegfallen des Gehäuses und des geringeren Platzverbrauchs, ist die Produktion kostengünstiger als bei herkömmlichen LED.

COBs

Zwei COBs. Unter dem gelben Harztropfen verbergen sich die LED.
By wdwd [CC BY-SA 4.0 , from Wikimedia Commons]

Der eingebaute Lüfter geht meist schneller kaputt, als die Leuchtdioden. Er ist somit das die Lebensdauer der Lampe determinierende Merkmal. Folgerichtig sollte auf eine qualitativ hochwertige Ventilation geachtet werden.

Gibt es nun die richtige LED-Pflanzenlampe für die eigenen Bedürfnisse?

Wie gezeigt, gibt es verschiedene Möglichkeiten LED-Pflanzenlampen zu vergleichen bzw. zu kategorisieren. Dabei sollte sich die Bauform der Lampe an der Form der Pflanzfläche orientieren. Einem länglichen Beet dient eine quadratische Lampe wenig, vielmehr geht dann ein hoher Anteil des Lichts ins Leere.  In einer Growbox ist eine quadratische Lampe hingegen gut aufgehoben.

Die Lichtleistung, also die Photonenflussdichte sollte mit der Lichtstreuung abgeglichen werden. Je nach Größe des Beetes und Höhe der Bepflanzung ist eine hohe Streuung oder eine größere Bündelung wünschenswert. Es sollte Einsicht in die Kartierung der Photonenflussdichte genommen werden. Dort ist die Verteilung der Lichtintensität gut zu überschauen. Das Lichtspektrum hat Auswirkungen auf die äußerliche und innerliche Entwicklung der Pflanze. Es ist zu empfehlen, dass auch eine Lampe für den Heimbedarf alle Spektren der PAR abdeckt, um das volle Potenzial der Pflanze auszuschöpfen. Im Profibereich ist auch eine Lampe mit variablem Lichtrezept sinnvoll. So kann je nach Pflanzenart, Vegetationsstadium und erwünschtem Zuchtergebnis das Licht variiert werden.

Generell sollte auch darauf geachtet werden, dass die Lampe nicht überdimensioniert ist, sowohl hinsichtlich der Größe, als auch der Leistung. Für eine Überwinterung auf der Fensterbank, braucht es keine Prof-LED-Pflanzenlampe.

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